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3D-Drucker startet zur ISS

Im August wird erstmals ein 3D-Drucker zur ISS geschickt um das Drucken von Teilen in der Schwerelosigkeit zu testen. Ein erster Schritt zu einer neuen, weitreichenden Technologie.
Der 3D-Drucker, welcher von dem amerikanischen Unternehmen „Made in Space“ gefertigt wurde, bestand in den letzten Monaten die Verifizierungsflüge für den Weltraumflug in einem Parabelflugzeug. Nun ist er bereit für den Einsatz auf der Internationalen Raumstation.
Geplant ist der Einsatz ab August diesen Jahres. Der Drucker soll im Dragon Raumschiff von SpaceX zur ISS fliegen und dort in der Microgravity Science Glovebox eingebaut werden.
Das Ziel des Experiments wird es sein nachzuweisen, dass das Drucken von Teilen auch in der Schwerelosigkeit im All möglich ist. Hierfür werden 21 Proben ausgedruckt, welche zuvor bereits auf der Erde ebenfalls hergestellt wurden. Zunächst werden alle Teile aus Kunststoff gefertigt, unter anderem auch testweise Werkzeug.
Dias Projekt soll auch seine Funktionsfähigkeit bestätigen.

Sollte das Experiment erfolgreich verlaufen, wird über einen permanenten Drucker auf der ISS nachgedacht.
Die 3D-Drucktechnik hat in der Raumfahrt enormes Erfolgspotential, da so Teile, Werkzeuge oder Ersatzbauteile erst im Orbit zusammengebaut werden können, und man spart so deutlich Platz und Kosten. Lediglich die Rohstoffe müssen noch nach oben gebracht werden.
Auch entfällt bei einem Ausfall ein langes Warten auf ein Ersatzteil, da dieses innerhalb von wenigen Stunden neu Produziert werden könnte.
Insgesamt wird daher die Produktion und Wartung deutlich billiger, schneller und effizienter, da eigentlich so gut wie kein Abfall anfällt.
Auch für Langzeitmissionen wird die Technologie eine wichtige Rolle spielen.
„The ability to manufacture on demand in space is going to be a paradigm shift for the way development, research and exploration happen in space“, so Michael Snyder, Leitender Ingenieur und Direktro der R&D Abteilung von Made In Space.
Der Erste Schritt zu einer großartigen neuen Technologie im All ist damit getan. Vielleicht gibt es in ein paar Jahren bereits eine „selbstbauende Raumstation“.
Es gibt bereits weiter Anwendungsideen, so der „Mondstaubdrucker“ für Mondstationen und ein „Essensdrucker“ für Astronauten

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Bildquelle: Made in Space

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