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Demokratisches Europa?! – Die Europawahl2014

Vielleicht haben sich schon einige gewundert, was der kleine Banner mit dem Logo „Handeln. Mitmachen. Bewegen“ zu tun hat. Wer einmal draufklickt, landet auf der Homepage des Europäischen Parlaments. Es ist die Vertretung der Bürger Europas in den EU-Institutionen. Doch leider ist sie kaum bekannt. Das möchte ich ein Stückchen ändert.Die Informationskampanje, mit der auch der Banner erschienen ist startete vergangen Herbst und hat das Ziel die Menschen auf die kommende Europawahl aufmerksam zu machen. Bereits am 25. Mai wird in Deutschland das Europaparlament gewählt. Dazu ist jeder Bürger Europas eingeladen, doch nur die wenigsten nehmen diese Angebot auch in Anspruch. Gerade einmal 43% gingen 2009 zur Wahl. Leider ist die Tendenz sinkend.

Das soll sich nun ändern. Doch worin liegt das Problem, dass so viele Menschen nicht wählen gehen. Die erste Antwort wäre sicherlich: „Ist doch denen egal, ob ich wählen geh“. Nun ist es nicht, denn man hat mit seiner Stimme nunmal Einfluss auf das Wahlergebnis. Auch wenn man nur einer unter Millionen ist. Trotzdem, wer nicht wählen geht kann sich eigentlich nicht beschweren, auser über die anderen.
Doch dieses Problem gibt es nicht nur bei der Europawahl.

Das Gefühl der Machtlosigkeit und das Desinteresse an den Beschlüssen aus Europa veranlasst die Leute dazu nicht wählen zu gehen. Von einer zunehmenden allgemeinen gesellschaftlichen Politikverdrossenheit und deren Gründen dafür möchte ich hier gar nicht sprechen.  Doch dieses desinteresse ist inzwischen sogar bei den Parteien angekommen, der Europawahlkampf eher nach hinten verschoben.

Speziell Europa erscheint den Menschen nicht demokratisch, eher wie ein Apparat, der über Ihnen ohne Einfluss steht und ihnen Verordnungen vorgibt, die zunächst nicht logisch erscheinen. Die Einflussmöglichkeiten mit Wahlen, Bürgerinitiativen, Organisationen oder direkten Gesprächen sind genauso vielfältig, wie es in der Kommunal-, Landes- oder Bundespolitik ist. Wer eine gute Idee hat findet auch in Europa ein offenes Ohr.

Genau deswegen Europa ist demokratisch, denn das Europäische Parlament, die Vertretung der europäischen Bürger schaut sehr genau darauf, was von der Kommision vorgeschlagen wird. Wie viel eigentlich geändert wird, fällt wohl keinem auf, der nicht einmal eine Weile mit dieser Politik zu tun hat. Die Bürger haben deshalb mit ihren Stimmen die Wahl, die Richtung Europas zu bestimmen und sollten sie nutzen. Insbesonders, wenn europafeindliche Parteien relativ einfach in das Parlamen Einziehen können.

Handeln Mitmachen Bewegen ist daher nicht nur ein einprägsamer Slogan der Kampanje, sondern auch ein wirkliches Motto für die Bürger Europas. Denn nur wer handelt , mitmacht, der wird etwas bewegen.

Handeln, indem man die Probleme nennt und sie aus dem Weg schaffen möchte, anstatt sie totzuschweigen oder seine Ideen, seine Visionen versucht zu leben, anstatt einfach nur dazusitzen. Nur wer handelt kann Erfolg haben.

Mitmachen, indem man anpackt, seine Ideen vertritt, an die Öffentlichkeit bringt und sich dafür einsetzt. Wählen ist eine der vielen Möglichkeiten, in einer Demokratie mitzumachen.

Bewegen, ist das Ziel und der Lohn der vorher genannten Punkte. Man kann etwas Bewegen, seine Idee umsetzen. In einem Verein, in einer Organisation, in der Demokratie, in Europa.

Und so ist es mit der Wahl, wie auch bei sonstigen Gesetzesinitiativen. Nur wer aktiv handelt, also wählen geht, seine Stimme abgibt, der kann etwas bewegen. Der arbeitet auch an einem besseren Europa, das mehr unseren Vorstellungen entspricht. Daher sollte jeder am 25. Mai wählen gehen und somit Handeln. Mitmachen. Bewegen!

Lesetipp: Brüssel ist nicht immer schuld!
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/sr/2014/eu-verordnungen-100.html

Bildquelle: Europäisches Parlament

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