Der kleinste Film der Welt oder wie bewege ich ein Atom?

Heute soll es mal nicht um Raumfahrt gehen, sondern um Atome. IBM hat es geschafft, mit Hilfe von Atomen einen kleinen Film zu drehen, den es hier zu sehen gibt:IBM Kurzfilm

Das Making-Of gibt es hier zu sehen:

Die Methode, mit der man Atome versetzten kann ist nicht neu. Eigentlich wird ein Rastertunnelmikroskop für das Abfahren von Atomen verwendet, um so Bilder einer Oberfläche zu bekommen. Das Rastertunnelmikroskop nutzt den sogenannten „Tunnelefekt“ aus. Wenn zwei Objekte eine Spannung gegenüber haben und eine isolierende Schicht dazwischen ist entsteht trotzdem teilweise ein Elektronenübersprung, ein Strom. Beim RTM wird mit einer Spitze aus einem Atom das Material abgetastet. Nun wird eine kleine Spannung angelegt und zwischen der Spitze und dem leitenden Material entsteht dabei durch den Tunnelefekt ein Strom, der sich mit unterschiedlichem Abstand von Spitze und Material ändert. Um ein Bild zu erhalten, wird die Spitze mit Hilfe von Piezokristallen, die sich bei elektrischen Spannung ausdehnen, nun über das Objekt bewegt. Dabei wird versucht, den Strom und somit den Abstand gleich zu halten. Dabei ergeben sich unterschiedliche Spannungen, die nun aufgezeichnet werden. Mit diesen Mikroskopen lassen sich Atomstrukturen aufzeichnen sowie sogar einzelne Atome versetzen indem man eine so hohe Spannung anlegt, dass das Atom herausgerissen wird. Eben dieses Verfahren wurde für den Kurzfilm verwendet.

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