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Die Geschichte der EU – Europawahl 2014

Zunächst einmal frohe Ostern an meine Leser! Ich hoffe ihr genießt die freien Tage. Heute nur ein kurzer Beitrag, der die Geschichte der EU darstellt.

1946: Rede Churchills mit der Forderung nach den Vereinigten Staaten von Europa
1948: Um den Marshallplan zu verwirklichen, wurde die OEEC (Organization for European Economic Cooperation) ins Leben gerufen, die erste wirtschaftliche Zusammenarbeit ermöglichte
5. Mai 1949: Der Europarat wird von den Brüsseler Paktstaaten (Militärbündnis zwischen Frankreich, Großbritannien und den Benelux Staaten), Italien, Schweden, Norwegen, Dänemark und Irland gegründet
1950: Vorschlag von Robert Schuman, dem damaligen französischen Außenminister einen gemeinsamen Markt für die militärstrategisch wichtigen Güter Kohle und Stahl zu schaffen
18. April 1951: Unterzeichnung des Vertrags über die EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) von Frankreich, der Bundesrepublik, Italien und den Beneluxstaaten. Der Vertrag trat 1952 in Kraft und lief 2002 aus.
1952: Unterzeichnung des Vertrags über die EVG (Europäische Verteidigungs Gemeinschaft) von den Mitgliedern der EGKS, Scheitern des Vertrags an der französischen Nationalversammlung. Eine Verfassung im Rahmen der EPZ (Europäische Politische Zusammenarbeit), die die EGKS und EVG vereinen sollte scheiterte damit ebenfalls
1954: Gründung der WEU (Westeuropäische Union) von Großbritannien, Frankreich, Italien, der Bundesrepublik und den Beneluxstaaten aus dem Brüsseler Pakt. Ende des Besatzungsregimes der Bundesrepublik und Aufnahme in die NATO und WEU
25. März 1957: Unterzeichnung der Römischen Verträge von Frankreich, der Bundesrepublik, Italien und den Beneluxstaaten. Einführung einer EWG (Europäische Wirtschafts Gemeinschaft) und Euratom (Europäische Atomgemeinschaft). Die Römischen Verträge sind die Grundverträge für alle nachfolgenden Verträge. Die EWG sollte innere Zölle abbauen und einen Außenzoll, sowie einen gemeinsamen Markt später aufbauen, außerdem gemeinsame Handels-, Agrar-, Verkehrs- und Wettbewerbspolitik schaffen. Die Euratom sollte die Kernenergie fördern.
1963: Unterzeichnung des deutsch-französischen Vertrags von Adenauer und Charles de Gaulle; wichtiger Vertrag zur Versöhnung und Aufbau einer Partnerschaft zwischen Frankreich und Deutschland
8. April 1965: Zusammenlegung der EGKS, EWG und Euratom zur EG (Europäische Gemeinschaft). Diese hat nun gemeinsame Organe
1970: Die Außenminister der EG beschließen eine gemeinsame Außenpolitik im Rahmen der EPZ (Europäische Politische Zusammenarbeit)
1972: Großbritannien, Dänemark und Irland treten im Rahmen der Norderweiterung der EG bei, die Norweger lehnen ihren Beitritt ab und sind damit bis heute nicht in der Gemeinschaft/Union
1974: Einsetzung des Europäischen Rats für gemeinsame Wirtschafts- und Währungspolitik, sowie Grundlinien der EG (heute EU). Er besteht aus den Staats- und Regierungschefs sowie dem Präsidenten der Kommission
1979: Gründung des EWS (Europäisches Währungssystem), dadurch Einnahmen für die EG
1970er/80er: immer engere wissenschaftliche Zusammenarbeit, wie z.B. durch CERN, ESA, Eureka
1981: Beitritt von Griechenland zur EG (Süderweiterung)
1985: Schengenabkommen für Personenkontrollen freien Grenzübergang und Asylüberwachung
1986: Beitritt von Spanien und Portugal zur EG (Süderweiterung)
1990: Wiedervereinigung Deutschlands und damit Beitritt der ehemaligen DDR zur EG/ Reformen durch die Einheitliche Europäische Akte
7. Februar 1992: Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht der EG Mitgliedern. Gründung der EU (Europäische Union) mit den drei Säulen EG, GASP (Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik), Zusammenarbeit in Justiz- und Innenpolitik (ZJIP) (später Polizeiliche und Justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (PJZS)),Organe der EU siehe Rückseite
1995: Beitritt von Österreich, Schweden und Finnland zur EU
1997: Vertrag von Amsterdam (Verbesserung des EU-Vertrags und Vorbereitung auf Osterweiterung)
1999: Verwirklichung der WWU (Wirtschafts- und Währungsunion), Einführung einer gemeinsamen Währung, des EURO €
2000: Vertrag von Nizza (Verbesserung des EU-Vertrags und Vorbereitung auf Osterweiterung)
2001: Einführung des EURO € als Bargeld in zunächst 12 Ländern, heute in 16 EU-Ländern
2004: Beitritt von Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Zypern und Malta zur EU (Osterweiterung)
2007: Beitritt von Rumänien und Bulgarien zur EU
13. Dezember 2007: Unterzeichnung des Vertrags von Lissabon; nach gescheiterter Verfassung nur Reformvertrag (Verbesserung des EU-Vertrags), Vereinigung der drei Säulen der EU

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