Titel_Gerst_42

Seifenblasen im All

Inzwischen ist Alexander Gerst über einem Monat im All und hat bereits erfolgreich Experimente durchgeführt. Eines davon war die Untersuchung des Verhaltens von Seifenblasen im All.Im Rahmen der Schüleraktion 42 von DLR, ESA und Jugend Forscht hatte Gerst dazu Aufgerufen, Vorschläge für Experimente auf der ISS zu machen, welche mit Bordmitteln aufgebaut waren. Gewonnen hat ein Experiment, bei dem die Stabilität von Seifenblasen auf der ISS untersucht wird.
Seifenblasen gehen auf der Erde sehr schnell kaputt, da die Flüssigkeit auf der Oberfläche durch die Schwerkraft nach unten gezogen wird und somit die Hülle sehr schnell ausdünnt. Auf der ISS in der Schwerelosigkeit fällt das Verhalten natürlich weg, daher sollten Seifenblasen sehr lange halten, wenn nicht sogar ewig.

Des weiteren wurde untersucht, ob sich Seifenblasen mit Lebensmittelfarbe einfärben lassen und ob sie mit einer Sicherheitsnadel zum platzen zu bringen sind.
Ein weiterer Versuch, die Seifenblasen mithilfe von Schallwellen (durch Techno Musik) zu bewegen funktionierte leider nicht, da die Lüftung auf der ISS wohl einen zu starken Einfluss hatte. Daher wurde dieser Part auch nicht im Video gezeigt (eigentlich schade).

Gerst führte das Experiment nun mit dem Haarshampoo für Astronauten sowie einem Strohhalm durch. Was seine Ergebnisse sind, kann man hier sehen:

Es ergab sich, dass Seifenblasen deutlich länger halten, doppelt so lang wie auf der Erde. Außerdem lässt sich deutlich mehr Wasser hinzufügen, genauso wie Lebensmittelfarbe, auch wenn diese das ganze nicht so einfärbt, wie man vielleicht erwartet. Auch das Durchstechen mit einer Sicherheitsnadel geht einfacher als gedacht. Die Blase platzt aufgrund der stärkeren Hülle nicht.

Bildquelle: NASA, ESA, DLR

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